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Österreichisches Stroke Unit Register

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Zusammenfassung

Seit 2003 werden an einer wachsenden Zahl Österreichischer Stroke Units schlaganfallrelevante Daten in einem überregionalen Register dokumentiert. Das Register wird von der GÖG/BIQG (Gesundheit Österreich GmbH, Geschäftsbereich BIQG) betreut und wurde gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Schlaganfallforschung ins Leben gerufen.

Derzeit (2007) sind 23 Stroke Units in Österreich aktiv am Register beteiligt und es ist unser erklärtes Ziel, alle Stroke Units einzubinden.

Die Eingabe erfolgt anonymisiert und passwortgeschützt über das Internet und beinhaltet neben epidemiologischen, klinischen, diagnostischen und therapeutischen Daten auch die für die Einhaltung der Strukturkriterien notwendigen Scores sowie Follow up Daten nach drei Monaten. Die teilnehmenden Zentren haben die Möglichkeit, über die eigenen Daten zu verfügen, wissenschaftliche Auswertungen aus dem gesamten Register erfordern einen Antrag und die Bewilligung durch ein Expertengremium.

 

Informationen und Datenauswertungen 2003 bis 2007
(Informationsstand Mai 2007)

Inhaltsübersicht
1. Allgemeine Informationen zum Register
2. Teilnehmende Stroke Units
3. Regionale Verteilung der Stroke Units in Österreich
4. Österreichweite Auswertungen aus dem Register
5. Benchmarking-Auswertungen aus dem Register


 

 

Informationen
Österreichisches Stroke Unit-Register

Wenn Sie Fragen zum Stroke Unit Register haben oder am Register teilnehmen wollen, wenden Sie sich bitte an:

Gesundheit Österreich GmbH
Geschäftsbereich BIQG
Dr. Christine Hofer, E-Mail: , Dw. 295
Stubenring 6, 1010 Wien
Tel. 01/51561

www.oebig.org www.goeg.at

 

Organisation

  • Administration durch die GÖG/BIQG
  • Expertengremium (Diskussion der Daten, Beschlussfassungen, medizinisch-inhaltliche "Begleitung" und Analysen)

Dezentrale Dateneingabe

  • Passwort-geschützte Internet-Eingabemaske
  • Anonyme Patientendaten
  • In Summe 24 eingebende Zentren von 2003 bis 2007, 23 eingebende im Jahr 2007

Funktionen für teilnehmende Zentren

  • Gesamtansicht über Patientendaten
  • Follow Up-Erinnerung
  • Gesammelte Zentrumsdaten
  • Statistik-Tool (Benchmarking, österreichweite Standardauswertungen)
  • Datenpool für wissenschaftliche Auswertungen

 

Internet-Eingabemaske

 

Datensatz im Überblick

Bei Schlaganfall-Patienten werden folgende Daten erhoben:

AUFNAHME
Aufnahmedaten
NIH, Barthel, Rankin
Syndrom
Diagnostik und Monitoring
ENTLASSUNG
Risikofaktoren
Therapie
Entlassungsdaten
NIH, Barthel, Rankin
Ergänzende Diagnostik
Komplikationen
Vorläufige Klassifikation
Sekundärprophylaxe
FOLLOW UP
Patientenstatus
Soziale Situation
Entlassungsdaten
Barthel, Rankin
Sekundärprophylaxe

 

 

 

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Teilnehmer am Österreichischen
Stroke Unit-Register

(Daten der Jahre 2003 – 2007)

AKH Linz, BKH Kufstein, Christian-Doppler-Klinik Salzburg, KH Barmherzige Brüder Linz, KH Barmherzige Brüder Wien, KH Göttlicher Heiland Wien, KH Hietzing Wien, KH Oberwart, KH Rudolfstiftung Wien, KH Wiener Neustadt, LK Donauregion Gugging, LK Mostviertel Amstetten, LK Waldviertel Horn, LK Weinviertel Mistelbach, LKH Vöcklabruck, LKH Klagenfurt, LNK Sigmund Freud Graz, LNK Wagner-Jauregg Linz, Medizinische Universität Innsbruck, Neurologisches Zentrum Rosenhügel Wien - I. Neurolog. Abt., Neurologisches Zentrum RosenhügelWien - II. Neurolog. Abt., Otto Wagner Spital Wien, Universitätsklinikum Graz, Wilhelminenspital, Gesundheit Österreich GmbH/Geschäftsbereich BIQG, Expertengremium an der GÖG/BIQG


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Geplante Stroke Units lt. ÖKAP/GGP 2003

LKH Oberwart
LKH Klagenfurt
LKH Villach
KL Mostviertel Amstetten
Thermenklinikum Baden-Mödling
Donauklinikum Tulln/Gugging
Weinviertel KL Mistelbach
Zentralklinikum St. Pölten
KH Wr. Neustadt
Waldviertelklinikum Horn
AKH Linz
Linz BBR KH
LNK Wagner Jauregg
Ried/Innkreis BSRV KH
LKH Steyr
LKH Vöcklabruck
Wels BSRK
LNK Salzburg
Schwarzach/Pongau KH
LKH Bruck/Mur
Feldbach LKH
Graz LKH
LNKH Graz
Spitalsverbund Judenburg Knittelfeld
LKH Innsbruck
Lienz BKH
Zams BSRV KH
Kufstein BKH
AKH Univ. Klin. für Neurologie
Wien BBR KH
Kaiser Franz Josef-Spital
SMZ Hietzing
Rudolfstiftung
Wilhelminenspital
Neurolog. KH Rosenhügel
KH Göttlicher Heiland
Donauspital - SMZ Ost
SMZ Baumgartner Höhe - OWS

 

Eingerichtete Stroke Units per 5/2007

LKH Oberwart
LKH Klagenfurt
LKH Villach
KL Mostviertel Amstetten
Donauklinikum Tulln/Gugging
Weinviertel KL Mistelbach
Zentralklinikum St. Pölten
KH Wr. Neustadt
Waldviertelklinikum Horn
AKH Linz
Linz BBR KH
LNK Wagner Jauregg
Ried/Innkreis BSRV KH
LKH Vöcklabruck
Wels BSRK
LNK Salzburg
LKH Bruck/Mur
Graz LKH
LNKH Graz
Spitalsverbund Judenburg Knittelfeld
LKH Innsbruck
Lienz BKH
Kufstein BKH
Wien BBR KH
Kaiser Franz Josef-Spital
SMZ Hietzing
Rudolfstiftung
Wilhelminenspital
Neurolog. KH Rosenhügel
KH Göttlicher Heiland
Donauspital - SMZ Ost
SMZ Baumgartner Höhe - OWS

Datengrundlagen für nachstehende Auswertungen

Datenstand per Mai 2007

  • Daten aus den Jahren 2003 bis 2007 aus 24 teilnehmenden Zentren
  • 17.790 Datensätze zu Schlaganfallpatienten
     
  • Rund 16.000 Datensätze zu Schlaganfallpatienten, die über eingültiges Entlassungsdatum verfügen
  • Datenbasis für weitere Analysen
    (Achtung: Unterschiedliche Fallzahlen, Filter beachten!)

 

Standardauswertungen
2003 bis 2007

  • Aufnahmezahlen (Eingegebene Datensätze)
  • Allgemeine Angaben (Alter, Geschlecht, NIH bei Aufnahme, Syndrom)
  • Schnittstelle Rettung – Stroke Unit (Zeit Ereignis – KH-Aufnahme, Zutransportvarianten)
  • Zeitablauf der Diagnostik (Zeit KH-Aufnahme – 1. Bildgebung, Zeit KH-Aufnahme – 1. Untersuchung hirnzuführender Gefäße)
  • Therapie (Lyse-Rate)
  • Ergebnisqualität (Erfolgsquoten in Abhängigkeit vom NIH bei Aufnahme)

 

NIH bei Aufnahme, Geschlecht und Alter

Bei Schlaganfallpatienten, Angaben in Prozent

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
20031472
20043306
20053889
20065422
20072155

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
20031472
20043310
20053893
20065445
20072159

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
20031475
20043310
20053890
20065001
20072072

 

Zutransportvarianten

Bei Schlaganfallpatienten, Angaben in Prozent

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
20031202
20043202
20053893
20065445
20072159

Rund 1/5 der Patienten wird über ein anderes Krankenhaus,4/5 der Patienten werden direkt eingeliefert.

Notarzt nimmt ab.

 

Ereignis – KH-Aufnahme

Schlaganfallpatienten mit bekannter Ereigniszeit, Angaben in Prozent

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
2003978
20042055
20052345
20063247
20071351

Rund 40 % der Patienten sind innerhalb von 90 min im KH

 

KH-Aufnahme – 1. Bildgebung (CCT, MRI)

Schlaganfallpatienten mit 1. Bildgebung nach KH-AufnahmeAngaben in Prozent

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
20031196
20042852
20053560
20064921
20071934

1. Bildgebung innerhalb von 30 / 60 min: 53 % / 74 %

 

KH-Aufnahme – 1. Untersuchung hirnzuf. Gefäße
(Doppler, Duplex, MRA, andere)

Schlaganfallpatienten mit Syndrom Ischämie, Angaben in Prozent

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
20031046
20042228
20052859
20063993
20071587

1. Untersuchung innerhalb von 2 Stunden: 45 %

 

Lyse-Rate

Schlaganfallpatienten mit Syndrom Ischämie

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
20031350
20042961
20053473
20064887
20071932

Bisherige Ø Lyse-Rate: 8 %

 

Lyse-Rate – ausgewählte Patienten

Schlaganfallpatienten mit Syndrom Ischämie, Alter < 80, NIH bei Aufnahme > 3, KH-Aufnahme innerhalb von 2 Std nach dem Ereignis

Prozentwerte

Absolutwerte

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
2003156
2004373
2005435
2006533
2007227

Bisherige Ø Lyse-Rate: 41 %

 

Ergebnisse – „leichte“ Schlaganfälle

Prozent-Anteil der „leichten" Schlaganfälle (NIH-Wert bei Aufnahme > 0 und < 6), die bei der Entlassung einen Rankin-Wert von 0 erreichen bzw. nicht erreichen

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
2003664
20041493
20051805
20062531
20071033

Im Ø erreichen 24 % der „leichten“ Schlaganfälle einen Rankin von 0 bei Entlassung

 

Ergebnisse – „mittelschwere“ Schlaganfälle

Prozent-Anteil der „mittelschweren" Schlaganfälle (NIH-Wert bei Aufnahme 6 bis 13), die bei der Entlassung einen Rankin-Wert von 0 oder 1 erreichen bzw. nicht erreichen

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
2003356
2004764
2005950
20061264
2007528

Im Ø erreichen 16 % der „mittelschweren“ Schlaganfälle einen Rankin <= 1 bei Entlassung

 

Ergebnisse – „schwere“ Schlaganfälle

Prozent-Anteil der "schweren" Schlaganfälle (NIH-Wert beiAufnahme > 13), die bei der Entlassung einen Rankin-Wert von 0, 1 oder 2 erreichen bzw. nicht erreichen

JahrIn die Auswertung einbezogene Fallzahlen
2003305
2004666
2005698
2006985
2007339

Im Ø erreichen 5 % der „schweren“ Schlaganfälle einen Rankin <= 2 bei Entlassung


 

 

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Benchmarking
als Service für die teilnehmenden Zentren

  • Aufnahmezahlen (Eingegebene Datensätze)
  • Allgemeine Angaben (Alter, NIH, Barthel, Rankin bei Aufnahme, Syndrom)
  • Schnittstelle Rettung – Stroke Unit (Zeit Ereignis – KH-Aufnahme)
  • Zeitablauf der Diagnostik (Zeit KH-Aufnahme – 1. Bildgebung, Zeit KH-Aufnahme – 1. Untersuchung hirnzuführender Gefäße)
  • Therapie, Sekundärprophylaxe (Lyse-Rate, klinische Prüfungen, Sekundärprophylaxe)
  • Verlauf(Verweildauer auf Stroke Unit, Komplikationsrate, Patientenzustand)
  • Follow Up (Follow Up-Rate, Sekundärprophylaxe, Mortalität, Rankin-Ergebnisse)

 

Exemplarisches Beispiel zum Benchmarking

KH-Aufnahme < 3 Std nach dem Ereignis
Schlaganfallpatienten mit bekannter Ereigniszeit je Stroke UnitAngaben in Prozent für das Jahr 2007

KH-Aufnahme < 3 Stunden bei 65 % der Schlaganfallpatienten, Zielwert von allen Zentren erreicht

 

 

Alle Personenbezogenen Begriffe werden aus Platzgründen in der männlichen Formangeführt (z.B. Patient). Sie gelten sowohl für Frauen als auch für Männer.

 
 

 
© 2000 ÖGSF - Österreichische Gesellschaft für Schlaganfall-Forschung